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Museum auf dem Ölfeld

Das Deutsche Erdölmuseum Wietze wurde von der Deutschen Erdöl AG (DEA) bereits vor 65 Jahren im Zentrum eines der ältesten und bedeutendsten Ölfelder Deutschlands eingerichtet und 1970 von der Gemeinde Wietze übernommen. Es informiert am authentischen Ort über die Anfänge der deutschen Erdölindustrie und deren Wurzeln in Niedersachsen. Das Museum verfügt über ein 20.000 qm großes, parkartiges Freigelände, auf dem sich auch mehrere, teils funktionstüchtige Produktionsanlagen aus den ersten beiden Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts weitgehend im Original erhalten haben, die seit 2021 unter Denkmalschutz stehen. Darüber hinaus wurden im Zuge der Museumserweiterung in den 1970er bis 1990er Jahren weitere ausgemusterte technische Großobjekte aus dem Besitz verschiedener Erdöl-Erdgas-Unternehmen bzw. Bohrgesellschaften übernommen und aufgestellt, darunter mehrere einst für weite Teile der niedersächsischen Kulturlandschaft charakteristische Tiefpumpenantriebe („Pferdekopfpumpen“) sowie als „Leuchtturm“ ein 54 Meter hoher Bohrturm der Wintershall AG.

In der erst 2023 komplett inhaltlich und gestalterisch erneuerten Indoor-Ausstellung werden alle wesentlichen mit diesem vielseitigen und aktuell noch unverzichtbaren fossilen (Energie-)Rohstoff in Zusammenhang stehenden thematischen Aspekte auch für den Laien anschaulich gemacht.

Das 2021 erneut mit dem Museumsgütesiegel des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen ausgezeichnete, in Anbetracht der Größe und zeitlichen Tiefe seiner diverse Unikate umfassenden Sammlung in Deutschland einzigartige Museum versteht sich als industrie¬kultureller Bildungs-, Erlebnis- und Erinnerungsort.