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Willkommen im Deutschen Erdölmuseum Wietze!

 

Am Südrand der Lüneburger Heide befindet sich eines der frühesten und bedeutendsten Erdölfelder in Deutschland.

 

Die Wietzer Bauern schöpften nachweislich schon im 16. Jahrhundert Erdöl aus sogenannten Teerkuhlen und verkauften es als Schmier- und Heilmittel. Bereits 1858/59 brachte der Geologe Prof. Konrad Hunäus (1802-82) hier eine der weltweit ersten erdölfündigen Bohrungen nieder (vor der legendären in Titusville/Texas). Doch erst drei Jahrzehnte später begann die industrielle Erdölförderung in Wietze, an welcher in der Anfangszeit über 30 Bohrgesellschaften beteiligt waren.

 

Bis Anfang der 1960er Jahre wurden über 2.000 Bohrungen in Wietze abgeteuft. Zwischen 1900 und 1920 war hier sogar das produktivste deutsche Erdölfeld mit einem Anteil von knapp 80 Prozent. Ab 1918/20 existierte in Wietze sogar ein Erdölbergwerk. Das gesamte Dorf war damals auf die Erdölindustrie ausgerichtet:  Es gab einen (Verlade-)Bahnhof, einen Ölhafen, eine Raffinerie, zahlreiche Betriebs- und Verwaltungsgebäude, Direktorenvillen, Arbeitersiedlungen, Öltanks usw.

 

1963 wurde die Erdölförderung in Wietze eingestellt, doch bis heute sind noch überall Spuren der Erdölindustrie zu entdecken. Erste Pläne für ein Museum gab es bereits im Juni 1961 bei der Deutschen Erdöl-Aktiengesellschaft (DEA, später Deutsche TEXACO AG). 1970 öffnete das Erdölmuseum Wietze schließlich auf einem Teilstück des ehemaligen Ölfeldes seine Pforten. Die Erweiterung des Museumsgeländes auf 1,8 ha und der Ausbau der Sammlung wurden ab 1982 intensiv betrieben und von einem Verein unterstützt. Seit 2013 firmiert der Trägerverein unter dem Namen "Deutsches Erdöl- und Erdgasmuseum Wietze e. V."

 

Turm

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