Winser Museumshof

Der Winser Museumshof ist ein Freilichtmuseum mit einer für die südliche Lüneburger Heide typischen Hofanlage. Sechs historische Fachwerkhäuser und ihre Einrichtungen vermitteln dem Besucher einen Einblick in die Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse der bäuerlichen Bevölkerung vom 17. bis ins späte 19. Jahrhundert. Träger des Museumshofs ist der Winser Heimatverein e. V. Den Mittelpunkt des Museums bildet das niedersächsische Bauernhaus, ein Zweiständerbau aus dem Jahr 1653 mit seiner offenen Feuerstelle am Flett, der Dreschdiele, den Viehställen und Wirtschaftsgeräten für Haus und Hof. Mehrzweckscheune, Treppenspeicher, Backhaus, Heuscheune und Schweinestall werden durch einen sandsteingefassten Brunnen mit „Bornwippe“, einen Kräutergarten und einen Bienenstand vervollständigt.

 

Auf dem Museumsgelände befinden sich weitere historische Gebäude: Das Kutschenhaus aus dem Jahr 1860 dient dem Verein heute als Spinn- und Webhaus, in dem außerdem die Kasse und der Museumsladen untergebracht sind. Ein 1795 nach einem Brand errichtetes Bauernhaus – ein großer Zweiständerhallenbau – wird seit 1991 unter der Bezeichnung „Dat groode Hus“ ganzjährig für Kulturveranstaltungen wie Lesungen, Konzerte, Ausstellungen und Vorträge genutzt. Ein Treppenspeicher von 1826 beherbergt eine kleine Flößereiausstellung. 2005 wurde der Kalandhof – benannt nach einer mittelalterlichen Bruderschaft – als Museumscafé in Betrieb genommen. Zwei Nebengebäude, ein Kaffeegarten und ein „Applhoff“ mit alten Apfelsorten umschließen das Haus aus dem Jahr 1781.

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