Historischer Tiefpumpenantrieb restauriert

16.02.2017

Auf dem Freigelände des Deutschen Erdölmuseums, Teilstück des alten Ölfelds, haben sich vier historische Förderbohrungen aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts mit ihrer gesamten technischen Ausrüstung (Tiefpumpenantrieb, Fördergerüst/Vierbock, Steigrohr und Bohrlochverflanschung) erhalten. Eine dieser Bohrungen trägt die Bezeichnung "HW 282". Sie war 1930 von der DEA auf dem Terrain der früheren Hannoversch-Westfälischen Erdölwerke abgeteuft und 1961 verfüllt worden.

 

Über die vielen Jahrzehnte hat der originale hölzerne Tiefpumpenbock durch Witterungseinflüsse partiellen Schaden genommen. Daher mussten nun einzelne Konstruktionshölzer erneuert werden. Um eine möglichst lange Lebensdauer zu gewährleisten, wurden die abgängigen Holzteile in Eiche ausgeführt. Sobald es die Witterungslage zulässt, wird auch der notwendige Holzschutz durch die Museumsmitarbeiter aufgebracht. Damit ist der nach über 85 Jahren noch voll funktionsfähige, über ein Feldgestänge in Bewegung versetzte Tiefpumpenantrieb wieder einsatzfähig und betriebssicher.

 

Foto: Der historische Tiefpumpenbock wird durch eine Fachfirma partiell erneuert